Donnerstag, 15. Oktober 2015

Hey du!

Ja, genau dich meine ich. Ich hoffe das Programm gefällt dir.
Bist du verwundert, dass ich dich anspreche? Hast du gedacht, dass ich nicht weiß, dass du mich beobachtest.
Ungewöhnlich wenn man plötzlich durch die vierte Wand angesprochen wird. Oder?
Nur eine Sache weiß ich nicht, bist du ein Zuschauer oder sogar der Drehbuchautor meines Lebens?
Wobei ich mir nicht vorstellen kann, dass du ein Zuschauer bist. Das würdest du nicht aushalten, zu viel Leerlauf zwischen den spannenden Szenen.
Also bist du der Autor und ich finde du lieferst einen merkwürdigen Job ab.
Wie kannst du mir auf der einen Seite ein Leben geben, dass ich mir immer gewünscht habe. Und auf der anderen Seite mich immer wieder runter drücken. Ok, du schreibst zum Glück keine Tragödie, trotzdem nervt es gewaltig.
Heute morgen erst wieder.
5:30 Uhr: Die Katze kotzt und ich werde deswegen wach. Und was machst du? Du verpasst mir einen Schlag in den Magen (das ist keine Beschreibung, es hat wirklich geschmerzt) und drückst mir meine komplette ToDo Liste samt schlechtem Gewissen ins Bewusstsein. 20 Sekunden vom Tiefschlaf zu Midlife Crisis. Und das war nicht das erste Mal!
Jedoch muss ich auch danke sagen. Den ohne dieses Erlebnis, würde ich jetzt hier nicht zu dir sprechen.
Und ich werde damit nicht aufhören. Ich werde dich so lange bequatschen wie mir die Schnauze gewachsen ist, bis du endlich damit aufhörst jede Freude durch ein negatives Erlebnis zu versauen.
Ich sehe dich!

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